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Die afrikanischen Gletscher 2016

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An die Leser, die kein so großes Interesse an Satellitenbild-Themen haben – tut mir Leid wenn dieses Thema in letzter Zeit etwas Übergewicht hat – es wird auch wieder andere Themen geben. Aber für jetzt gibt es eine weiteren Beitrag mit Bildern – und zwar von den Gletschern Afrikas.

Mit Gletschern vertraute Leser wissen vermutlich, dass es auf dem afrikanischen Kontinent drei Gegenden mit Gletschern gibt, alle in den inneren Tropen. Gletscher in den Tropen sind etwas spezielles, denn sie weisen keine so klaren saisonalen Muster von Schnee-Akkumulation im Winter und Abschmelzen im Sommer auf wie bei höheren Breiten. Alle afrikanischen Gletscher sind im letzten Jahrhundert stark zurückgegangen und haben nur noch einen Bruchteil ihrer ursprünglichen Größe. Sie werden alle vermutlich in den nächsten fünfzig Jahren verschwinden.

Die am wenigsten umfangreiche Vergletscherung findet sich auf dem Mount Kenya

Das Rwenzori-Gebirge an der Grenze zwischen Uganda und der Demokratischen Republik Kongo bietet durch das deutlich niederschlagsreichere Klima trotz der geringeren Höhe deutlich mehr Gletscher. Früher gab es diese an einer ganzen Reihe von Gipfeln des Gebirges, mittlerweile sind sie weitgehend auf die höchsten Bereiche um den Mount Stanley begrenzt.

Und schließlich der bekannteste und höchste der vergletscherten Berge Afrikas – der Kilimanjaro. Vor hundert Jahren war noch der größte Teil der Caldera am Gipfel mit Eis bedeckt während jetzt nur noch ein paar Reste davon vorhanden sind. Durch die große Höhe ist der Gletscher-Rückgang am Kilimanjaro weniger durch Klima-Erwärmung, sondern viel mehr durch weniger Schneefall und stärkere Sonneneinstrahlung durch häufigeres sonniges Wetter bedingt.

Alle drei Bilder basieren auf Copernicus-Sentinel-2-Daten.

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