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Man nennt es Fortschritt

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Bin heute über diesen bemerkenswerten Karten-Vergleich gestolpert – mit einem Klick auf das Bild kommt man zur Quelle:

Man beachte, dass ich das Bild ein bisschen retuschiert habe um es etwas mehr so aussehen zu lassen wie es eigentlich aussehen soll – siehe auch die Beschreibung hinter dem Link. Das ist jedoch nicht ganz fehlerfrei – man sollte die unterschiedlichen Sprachen der Beschriftungen ignorieren.

Ich finde dies auf verschiedenen Ebenen ein ziemlich lehrreiches und zum Nachdenken anregendes Beispiel. Es gibt da die Ebene des generellen Karten-Konzeptes (statische vs. dynamische Interaktion), die Ebene der Technologie darunter und die Ebene der kartographischen Gestaltung. Und über all dem steht natürlich der Zweck der Karte (hier: eine Positions-Karte für einen Wikipedia-Artikel). Etwas recht offensichtliches, was man sich zum Beispiel fragen kann ist warum die Karte links so viel anders aussieht als die Karte rechts wo doch beide dem selben Zweck dienen sollen. Die meisten werden mir wohl zustimmen, dass vor diesem Hintergrund die Unterschiede in der Gestaltung bemerkenswert stark sind. Was sind die Gründe und Motive dafür? Liegen diese in dem Unterschied zwischen statischer und dynamischer Nutzer-Interaktion? Oder liegt der Grund in der darunter liegenden Technologie? Ist es eine Frage von sich ändernder Mode in der Gestaltung? Oder vielleicht etwas völlig anderes?

Ich habe bereits vor mehreren Jahren schon mal über die ökonomische Seite dieses Themas geschrieben – zufällig auch im Zusammenhang zu Wikimedia maps. Ich hab auch vor weniger langer Zeit über die die soziologische Dimension der Karten-Gestaltung nachgedacht. Ich halte das Ganze jedoch nach wie vor für ein sehr interessantes Thema mit vielen offenen Fragen. Wenn Sie eigene Überlegungen und Blickwinkel zu diesem Thema haben fänd ich es interessant, darüber in den Kommentaren zu lesen.

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