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Winter- und Sommersonnenwende

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Zum Anlass der Sonnenwende (ja, etwa drei Wochen verspätet) habe ich hier ein weiteres Landsat-Bild von Südgeorgien bei noch etwas niedrigerem Sonnenstand als im letzten Bild und ein paar mehr Wolken.

Und komplementär dazu sowie zum letzten Wintersonnenwenden-Bild ein Bild von der nördlichen Hemisphere, ein paar Tage früher im späten Juni aufgenommen, welches den Schiwelutsch auf der Kamtschatka-Halbinsel im Osten Russlands am späten Abend zeigt.

Ich habe den Hintergrund von Satellitenbildern bei niedrigem Sonnenstand aus den Polarregionen im Sommer bereits früher erläutert. Diese Ansicht ist in mehrerlei Hinsicht ein Extrembeispiel. Die Sonne steht hier weniger als 1.5 Grad über dem Horizont, was dem Bild ein recht dramatisches Aussehen verleiht. Der Berg liegt bei etwa 56.5 Grad Breite, also deutlich Südlich des Polarkreises so dass der Satellit, obwohl er die Gegend ein paar Stunden von Mitternacht überfliegt, nur die letzten Sonnenstrahlen erwischt. Das Ergebnis weist einen sehr hohen Kontrast auf, denn die sonnen-zugewandten Schneeflächen sind noch hell beleuchtet während die niedriger gelegenen Teile schon weitgehend in fast vollständiger Dunkelheit liegen mit nur wenig indirekter Beleuchtung durch Streuung in der Atmosphäre. Man stelle sich vor, in dieser Situation am Bolden ein Foto zu machen und auf die hellen Schneeflächen zu belichten – dann dürfte man es ziemlich schwer haben, in den Schatten noch Strukturen herauszuarbeiten. Wenn man das Bild genau anschaut, erkennt man ansatzweise leichte Streifenstrukturen, welche die Grenzen des Dynamikumfangs der Daten andeuten. Erkennbar sind auch zwei kleine Dampfwolken, verursacht durch vulkanische Aktivität. Unterhalb auch hiervon ein Detailausschnitt.

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